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Die Autopflege im Winter

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Nachdem wir Sie bereits darüber informiert haben, wie Sie Ihr Auto winterfest machen können und was bei der Auswahl der richtigen Winterreifen zu beachten ist, möchten wir Ihnen heute wertvolle Tipps für die richtige Autopflege im Winter an die Hand geben.

Den Motor im Winter richtig pflegen – so wird’s gemacht

Motordrehzahl und Kühlwasser-Temperatur sollten bei der Autopflege im Winter stets im Auge behalten werden
Die Drehzahl und die Temperatur des Motors sollten immer im Auge behalten werden

Verbrennungsmotoren mögen Kälte vermutlich genauso wenig wie der Mensch, der sie bedient. Benzin- und Dieselmotoren arbeiten am besten bei einer Betriebstemperatur von etwa 90° Celsius (diese Temperatur wird über das Kühlwasser gemessen).

Die Maschine arbeitet nicht nur effizienter im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch, sondern auch sehr viel Verschleiß-ärmer wenn sie ihre Betriebstemperatur erreicht hat.

Jeder Kaltstart bedeutet für einen Motor daher nicht nur, dass Sie Ihren Wagen häufiger tanken müssen, sondern möglicherweise auch eine verkürzte Lebensdauer.

„Ist der Motor kalt, gib ihm sechseinhalb“

Dieser Spruch ist wahrscheinlich so alt wie der Motor selbst und natürlich keinesfalls für die Nachahmung bestimmt. Ein kalter Motor ist bei Vollgas und hohen Drehzahlen sehr viel anfälliger für Abrieb und Verschleiß. Das bedeutet im Klartext:

Vermeiden Sie häufige Kaltstarts und fahren Sie Ihren Motor auch bzw. insbesondere im Winter immer schonend mit sanftem Gasfuß und niedriger Drehzahl warm, bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat.

Warum Kurzstrecken im Winter zu vermeiden sind

Kurzstrecke im Schnee - Für die richtige Autopflege im Winter sollte diese vermieden werden
Kurzstrecke im Schnee – Für die richtige Autopflege im Winter sollte diese vermieden werden

Dass häufiger Kurzstreckenverkehr mit dem Auto vermieden werden sollte, hört man immer wieder an jeder Ecke. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Ratschlag?

An erster Stelle steht hier natürlich der ökologische Aspekt. Der schädliche Einfluss der Emissionen von Verbrennungsmotoren auf unsere Umwelt ist kein Geheimnis und auch nicht erst seit gestern bekannt. Auch unserer eigenen Gesundheit zuliebe ist es immer ratsam, für kurze Distanzen lieber zu Fuß zu gehen, oder vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.

Doch auch das Auto wird es Ihnen danken, bei kürzeren Wegen stehen zu bleiben. Im Winter braucht der kalte Motor besonders lang, um warm zu laufen und seine Betriebstemperatur zu erreichen. Da die Innenraum-Heizung im Winter meist voll aufgedreht ist, wird dem Motor noch mehr Wärme entzogen und das Warmfahren dauert umso länger.

Was passiert denn beim Kaltstart?

Zugefrorenes Auto
Nicht nur für den Fahrer unangenehm: Ein Kaltstart im frostigen Auto

Der Kaltstart bringt eine Menge schädlicher Nebeneffekte für den Motor mit sich. Zum einen muss das Benzin-Luftgemisch für einen Kaltstart angereichert werden, um in den kalten Brennräumen des Motors zu zünden. Das erhöht nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Menge an Kraftstoff die unverbrannt zusammen mit Kondenswasser im Motoröl landet und dieses verdünnt.

Verdünntes Motorenöl hat schlechtere Schmiereigenschaften und das enthaltene Wasser kann Teile des Motors rosten lassen. Dadurch ist ein schnelleres Altern Ihres Motors vorprogrammiert.

Eine Ölverdünnung ist daran zu erkennen, dass der Motor beim Öffnen des Öldeckels einen starken Benzingeruch aufweist. Außerdem kann sich auf der Innenseite des Deckels ein schmieriger, gelblicher Schleim bilden: Eine Mischung aus Öl, Benzin und Kondenswasser. Bei häufigem Kurzstreckenverkehr sollte daher ein vorzeitiger Ölwechsel in Erwägung gezogen werden, um die schädlichen Auswirkungen der Ölverdünnung zu begrenzen. Schonender für Fahrzeug und Geldbeutel ist jedoch allemal das Vermeiden von Kurzstrecken.

Neben dem Öl sind auch die Zündkerzen des Motors gefährdet: Rückstände wie Ruß und Ölkohle können sich auf den Elektroden ansammeln und lösen sich erst bei Betriebstemperatur. Der Motor verschmutzt also regelrecht von innen, was sich auf Leistung, Verbrauch und Lebensdauer negativ auswirken kann.

Darüber hinaus ist der Auspuff eines Kurzstreckenfahrzeugs anfälliger für Rost. Das Kondenswasser aus dem Motor, das bei kurzen Strecken aufgrund der geringen Temperatur nicht verdampfen kann, setzt sich hier ab und begünstigt Korrosion.

Auch die Autobatterie leidet: Die Lichtmaschine des Fahrzeugs benötigt eine gewisse Zeit, um den beim Start verbrauchten Strom wieder aufzuladen. Im Winter wird die Batterie durch niedrige Temperaturen ohnehin stärker belastet. Bei vielen Starts ohne ausreichende Zeit zum Aufladen kann Ihnen also hier schnell mal der Saft ausgehen.

Frostschutz für die Autopflege im Winter

Natürlich darf auch das Frostschutzmittel in der kalten Jahreszeit nicht fehlen. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Frostschutzmitteln, welche keinesfalls verwechselt werden sollten!

Der Kühlerfrostschutz wird dem Kühlwasser des Motors zugegeben und schützt diesen nicht nur vor Frost und somit kapitalen Motorschäden, sondern auch vor Rostbildung im Innern.

Der Scheibenfrostschutz ist Reinigungsmittel und Frostschutz zugleich. Er wird dem Wischwasser zugegeben und verhindert ein Einfrieren Ihrer Scheibenwaschanlage und gewährleistet eine zuverlässige Reinigung der Scheibe bei Verschmutzungen.

Um eine ausreichende Autopflege im Winter zu gewährleisten, sollten Sie diese beiden Frostschutzmittel am besten immer griffbereit haben und gegebenenfalls nachfüllen.

Die Tücken des Streusalzes

Schneematsch und Salzwasser setzen Ihrem Auto im Winter erheblich zu
Schneematsch und Salzwasser setzen Ihrem Auto im Winter erheblich zu

Streusalz ist für unsere Straßen im Winter ein Muss: Es schützt den Asphalt zuverlässig vor gefährlichem Glatteis bei Minusgraden. Doch auch diese Medaille hat eine Kehrseite: Salz in Kombination mit Wasser ist nämlich zugleich auch der größte Feind des Autos, denn diese gefährliche Mischung kann dem Stahlblech, aus dem die Karosserie der meisten Autos besteht, in Form von Rost gefährlich zu Leibe rücken.

Daher ist unsere Empfehlung für die Autopflege im Winter, das Auto regelmäßig gründlich zu waschen, insbesondere in den Radkästen, um einer Rostbildung vorzubeugen.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Unterboden-Verkleidung stets intakt ist und die Wasserabläufe Ihrer Karosserie nicht verstopfen. Auch die Gummidichtungen an den Türen müssen intakt sein, sonst drohen hier Wassereinbrüche im Innenraum.

Für die zuverlässige Rostvorsorge im Winter, sollten Sie auf Lackschäden – beispielsweise an den Kotflügeln und auf der Motorhaube – achten und diese gegebenenfalls mittels eines Lackstifts ausbessern, bevor der Rost hier sein Zerstörungswerk beginnt.

Fazit – Unsere Tipps für ein langes Autoleben

Ihr Auto ist im Winter vielen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt.

Befolgen Sie für die Autopflege im Winter folgende Tipps, um Ihr Fahrzeug vor Verschleiß zu schützen:

  1. Fahren Sie Ihren Motor schonend warm (kein Vollgas!)
  2. Prüfen Sie regelmäßig, ob noch genügend Öl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit vorhanden ist.
  3. Vermeiden Sie Kurzstrecken und häufige Kaltstarts
  4. Verwenden Sie zusätzliche Pflegemittel (Additive) für Öl- und Kraftstoff
  5. Gönnen Sie Ihrem Fahrzeug häufiger mal eine Autowäsche

Sie haben noch Fragen? Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung. Schreiben Sie einen Kommentar oder kontaktieren Sie uns per E-Mail.

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Als einer der beiden Söhne von KFZ-Meister Heiko Schaal zuständig für Marketing, Werbung und Website. Bloggt über Themen rund um das Auto.

Eine Antwort

  1. Viktoria Maisner
    | Antworten

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für den informativen Artikel. Im Winter muss das Auto speziell gepflegt werden. Da sind eure Tipps wirklich sehr hilfreich. Besondere Probleme habe ich auch immer mit dem Streusalz, das greift den Lack besonder an. Regelmäßige Pflege ist da super wichtig. Glücklicherweise kommt jetzt erstmal der Sommer!

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